Wir Menschen sind so facettenreiche und vielschichtige Wesen - ich finde das faszinierend. Wir sind seelenvolle Wesen, wir können über Dinge nachdenken und wir haben auch einen Körper, in dem wir
wohnen. Wie fühlst du dich denn in deinem Körper? Empfindest du deinen Körper eher als Freund oder Feind?
Heute möchte ich mit euch beleuchten, was unsere Beziehung und unser Gefühl zu unserem Körper prägt und wie wir vielleicht auch heilsame Schritte in eine liebevolle Richtung MIT unserem Körper
gehen können...
Dein Körper - eine ganz eigene Welt
Wir Menschen sind heute viel in unserem Kopf unterwegs. Wir wissen vielleicht, dass wir zwei Hände haben, aber können wir sie auch spüren? Wir wissen vielleicht, dass wir einen Magen haben, aber
können wir ihn auch lebendig in uns wahrnehmen?
Kannst du deinen Körper wahrnehmen? Fühlst du dich wohl in ihm?
Ist dir das auch schon einmal aufgefallen, dass dein Körper seine ganz eigene Art und Sprache hat? Manchmal will er ertwas ganz anderes, als wir es gerade wollen. Wir wollen vielleicht noch die ganze Wohnung oder das Haus aufräumen und der Körper sagt: "Ich will mich nur aufs Sofa legen". Oder wir wollen uns mit vielen Menschen treffen und der Körper sagt: "Ein lieber Mensch reicht mir."
Eine körperfremde Welt
Wie kann es passieren, dass wir unseren Körper vielleicht zumindest zum Teil als Feind betrachten? Ich glaube das wir in einer Welt leben (und auch groß geworden sind), in der ein tieferes
Verständis für den Körper an vielen Stellen fehlt. Wir müssen stundenlag in der Schule still sitzen, obwohl unser Körper einen natürlichen Bewegungsdrang hat. Wir lernen Fakten über unseren
Körper mit dem Kopf, als wäre unser Körper irgendo "da draußen", aber Zeit und Raum ihn wirklich innerlich zu erkunden, wo gibt es das?
Ich erinnere mich daran, wie ich im Sportunterricht, was man ja meinen könnte eine Zeit ist, in der der Körper gut Raum bekommt, ständig über meine Grenzen gegangen bin. Da gab es zum Beispiel
den Ausdauerlauf. Als Jugendliche sind meine sportlichen Möglichkeiten auf einmal in den Keller gerutscht. Aber ich wusste, wenn ich genug die Zähne zusammenbeiße, dann kann ich zumindest im
Ausdauerlauf durchhalten und die anderen schlechten Noten etwas ausgleichen. Also bin ich gerannt und gerannt... Ich erinnere mich genau, wie ich immer wieder wahrgenommen habe, dass es Ebenen in
mir gab, die in mir schon erschöpft zusammen gefallen sind. Aber meine Willenskraft und auch die Angst vor schlechten Noten sind so darüber gefahren, dass ich einfach weiter gelaufen bin, bis es
geschaft war. Vielleicht kennst du solch ähnliche Erfahrungen ja auch...
Unser Körperwesen entdecken und mit ihm wachsen
Wir Menschen entstehen und wachsen als kleine Körperwesen. Das ist wunderschön gedacht, wie wir als kleiner Mensch mit Körper und Seele hier landen und aufwachsen sollen. Wir können hier und
heute beginnen unseren Körper liebevoll wahrzunehmen. Unser Körper ist ein Teil der Natur, wir gehören dazu, sind eingebettet in ihre Rythmen und das liebevolle Leben, was stets dabei ist einen
Weg zu finden.
Was könnte für dich unterstützend sein, auf deinem Weg deinen Körper besser kennenzulernen und ihm liebevoll zu begegnen? Wäre es vielleicht schön immer einmal wieder zu fragen, was ihm gerade
gut tun würde? Vielleicht braucht er eine Pause? Vielleicht mehr zum Anziehen? Vielleicht drückt die Blase? Vielleicht möchte er sich mal austecken? Vielleicht frische Luft? Was wäre gerade
wohltuend für dich und deinen Körper? - Vertraue gerne deinem Impuls und folge ihm.
Ich wünsche dir frohes Erkunden!
Wenn du etwas mitteilen möchtest, nutze gerne die Kommentar-Funktion. Deine Gedanken und Erfahrungen dazu interessieren mich. ♥
Alles Liebe für dich!
In diesem Video teile ich ein paar Gedanken zu diesem Thema mit dir. Viel Freude beim Anschauen.
Hier kannst du weiterlesen
Herausfordernde Erfahrungen verarbeiten - 6 Tipps
Beschimpfen und Druck anwenden? Wie ich als Coach NICHT arbeite

Kommentar schreiben