Neulich hat mir jemand berichtet, dass er sich gerade danach fühlt "fast aufzugeben". Mein erster Impuls dazu war die Haltung "Nein, bitte gib nicht auf." Doch als ich weiter in dieses "Aufgeben" hineingespürt habe, habe ich da auch etwas sehr Liebevolles wahrgenommen, was ich selbst auch gut kenne. Ich glaube, es gibt Punkte, da sind wir eingeladen standhaft zu bleiben. Und dann gibt es da auch Bereiche, die in dieser Zeit eingeladen werden weicher zu werden und eine alte, harte Haltung zum Leben abzustreifen. Ich glaube es ist gut zu unterscheiden, wo aufgeben liebevoll sein kann und wo es eher unsere Standhaftigkeit braucht. Lass uns das gerne ein bisschen erkunden...
Beharrlich am Ball bleiben
Kennst du Bereiche in deinem Leben, in denen du standhaft immer weiter einem liebevollen Weg folgst? Über Stock und Stein, bei Regen und bei Sonnenschein? Vielleicht ist es der Weg mit deiner
Bestimmung, der dich immer wieder einlädt den nächsten kleinen Schritt zu gehen, egal ob im Inneren oder Außen. Oder vielleicht ist es deine Standhaftigkeit in einer Beziehung, zu deinem Partner,
zu dem du durch Höhen und Tiefen stehst oder auch dein Kind, dem du in seiner Entwicklung treu zur Seite stehst. Vielleicht ist es dein Garten, in dem du immer wieder schaust, was er braucht,
damit sich alles schön entwickeln kann.
Ich glaube es ist total wichtig, dass es Bereiche, Werte und Projekte gibt, in denen wir treu unseren Weg gehen, so wie er uns gezeigt wird und uns nicht davon abbringen lassen. Da ist eine
Klarheit und eine liebevolle Entschiedenheit in uns, für das Gute einzutreten und das fühlt sich für mich sehr gesund und von liebevoller Kraft getragen an. Ich glaube, wenn wir auf diese Weise
standhaft unseren Weg gehen, bekommen wir auch immer Hilfe zur Seite gestellt, auch wenn es trotzdem manchmal nicht leicht oder angenehm ist oder sich alles so entwickelt, wie wir uns das
wünschen würden. Es lohnt sich da am Ball zu bleiben, sich nicht von igrendwelchen nebulösen Stimmen beirren oder abbringen zu lassen. In diesen Bereichen ist es toll, wenn wir uns nicht
entmuigen lassen und nicht aufgeben, auch wenn es einmal schwer ist. Wenn wir treu am Ball bleiben, findet sich da immer wieder ein Weg und etwas einmalig Schönes entsteht und wächst dabei.
Aufgeben, wo wir hart, verkrampft und einsam sind
Wie ist es aber mit dem einsamen Kämpfer in uns, der sich vielleicht schon so lange angestrengt hat und dabei hart geworden ist? Wie ist es mit den Bereichen in uns, die vielleicht aus Mangel an Unterstützung das Ruder in die Hand genommen haben und es seitdem starr festhalten?
Ich merke, dass ich auf meinem Weg immer wieder an solche Bereiche in mir stoße. Das ist manchmal unangenehm und manchmal sitzt da auch eine dicke Angst. Von daher empfinde ich es als liebevoll
an diesen Stellen behutsam zu sein und zu schauen, was von alleine in mir bereit ist weich zuwerden oder wie ich diesen Prozess unterstützen kann. Manchmal braucht es ein paar liebevolle
Atemzüge, manchmal braucht es mehr Halt, manchmal braucht es einen lieben Menschen an meiner Seite.
Das wir an manchen Stellen hart, kontollierend und verkrampft geworden sind hat oft einen sehr guten Grund und oft hat dieser Grund eine Geschichte. Das finde ich wichtig mit warmen Blick zu
sehen. Vielleicht begegnet uns auf diesem Weg Verzweiflung, Trauer und Wut aus unserer Kindheit. Vielleicht warten da noch kindliche Sehnsüchte darauf endlich gestillt zu werden.
Dem Leben folgen
Es ist eine lohnenswerte Entdeckungsreise und ich bin dankbar für jeden kleinen Bereich, der in mir dem Zugang zum Leben wieder neu findet oder vielleicht sogar zum allerersten Mal. Das ist wie
ein kleines Wunder. Und genau so dankbar bin ich dafür, Menschen auf diesem Weg in meinen Coaching-Sitzungen begleiten zu können. Hier erfährst du mehr dazu.
Wie schön ist es doch, wenn wir immer mehr standhaft und weich zugleich unseren Weg mit dem Leben finden und gehen. Und das wünsche ich uns allen.
Alles Liebe für dich,
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