Wenn du so Tag für Tag durch dein Leben gehst, gibt es da etwas von dem du weißt, dass es sich dafür zu leben lohnt? Was oder wer ist dir wichtig in deinem Leben? Was ist dir vielleicht sogar das Wichtigste? Warum sind diese Fragen überhaupt von großer Bedeutung? Und wie würde ich selbst diese Frage beantworten? In diesem Beitrag erfährst du mehr. ❤️
Was ist dein Nordstern, nach dem du dich ausrichtest?
Wenn du so Tag für Tag durch dein Leben gehst, gibt es da etwas von dem du weißt, dass es sich dafür zu leben lohnt? Was oder wer ist dir wichtig in deinem Leben? Was ist dir vielleicht sogar
das Wichtigste?
Vielleicht kannst du das einfach beantworten.
Vielleicht möchtest du aber auch ein bisschen darüber nachsinnen und für dich reinspüren.
Ich glaube, das sind ganz wichtige Fragen, weil sie uns helfen uns entsprechend auszurichten und unseren Weg zu finden, Prioritäten zu setzen und uns führen zu lassen. Und ich finde wir leben in so wilden Zeiten, dass es sehr wohltuend sein kann (und manchmal vielleicht sogar unerlässlich ist), wenn wir innerlich gut ausgerichtet sind.
Das Wichtige und das Allerwichtigste
Ich glaube, ich hätte diese Fragen zu bestimmten Phasen meines Lebens unterschiedlich beantwortet. Es gab eine Zeit da hätte ich gesagt, das Wichtigste ist mir einen lieben Mann zu finden und eine Familie zu gründen. Zu einer anderen Zeit hätte ich vielleicht eher gesagt, es ist mir das Wichtigste, dass ich erst einmal heilen kann, damit ich mehr Raum habe für andere da sein zu können. Nach wie vor empfinde ich das als wertvolle und schöne Ausrichtungspunkte, aber das Allerallerwichtigste scheinen sie mir nicht zu sein.
Wenn ich heute in mein Inneres lausche, was den wichtigsten Platz in meinem Leben einnimmt, wonach ich mich sehne und immer wieder ausrichte, dann nehme ich da etwas anderes wahr. Ich nehme etwas wahr, was jenseits von bestimmten Zielen im Außen liegt. Es ist eine innere Verbundenheit, meine Verbindung zur Liebe, die mich in dieses Leben gerufen hat und die mich lebendig hällt. Von ihr bekomme ich mein Leben geschenkt und ihr möchte ich mein Leben widmen und schenken. Für mich ist das die Liebe, die von Gott kommt und du darfst es gerne so nennen, wie du möchtest. Ich würde mich einfach freuen, wenn in meinen Zeilen etwas mitschwingt, was dich einlädt die Liebe, die für dich da ist, weiter zu entdecken, denn nach meinem Empfinden kommen wir alle da her und sehnen uns auch zutiefst danach.
Einlassen auf den Weg
Ich muss sagen, dass es mir so wichtig ist, dass ich nicht nicht davon sprechen kann. Und im Grunde hoffe ich, dass mein Leben davon erzählt, auch ohne Worte. Nach dieser Liebe richte ich mich aus, von dieser Liebe lasse ich mir meinen nächsten Schritt zeigen. Wenn sie mit mir spricht und sagt: "Stefanie, es ist gut, wenn du Menschen auf ihrem Weg begleitest und hilfst, dass sie schwierige Dinge verarbeiten können." und das tiefe Ja in meiner Seele dazu spüre, folge ich dem. Wenn diese Liebe mich damit warten lässt einen lieben Mann an meiner Seite zu finden, dann möchte ich dem vertrauen. Wenn diese Liebe mir in dem einen Moment Energie schenkt etwas auszudrücken und zu gestalten und im Nächsten mich einlädt auf tiefe Heilungsprozesse einzulassen, möchte ich da mitgehen wie ein weicher goldener Honig in ihren Händen.
Fällt mir das immer leicht? Nein, das ist nicht so. Ich habe meine Bereiche wo ich ringe und mich einfach mit diesem Ringen Gott entgegenwerfe, wie ein Kind, dass sich vertrauensvoll mit seinen
Eltern auseinandersetzt, bis es irgendwann merkt, dass da jemand sein Bestes im Sinn hat.
Annehmen wie ein Kind
In den letzten Jahren (und man kann schon fast sagen Jahrzehneten), habe ich mich viel damit beschäftigt, wie unser frühkindliches Fundament heilen kann. Ich merke wie in meinem Inneren so viel mehr Vertrauen in das Leben gewachsen ist, wie ich mich weniger mit anderen vergleiche, sondern den Wert von uns allen wahrnehme, inklusive meinem eigenen.
Ich glaube wir haben alle eine ganz besondere und eigene Aufgabe, in unserem Inneren und auch in der Art und Weise, wie wir leben, was wir ausdrücken und ausstrahlen, was wir durch unsere
Handlungen bewegen, was uns wichtig ist... Ich schätze es so sehr wert, dass wir einen Weg gezeigt bekommen, wie die Verletzngen, das nicht gesehen und verstanden werden, die Einsamkeit, das
Chaos und die Überforderung unserer Kindheit Stück für Stück heilen können. Ich glaube auf diesem Weg finden wir auch tiefer hinein in diese Liebe, die an diesen Stellen für uns ursprünglich
dasein wollte. Füllen sich diese Lücken und heilen alte Wunden, ist da auch in unserem heutigen Leben viel mehr Raum, dass wir dieser Liebe begegnen, uns von ihr tragen und vertrauensvoll führen
lassen können. Während unsere Kindheit heilt wachsen wir tiefer hinein in diese Liebesbeziehung. Und das ist etwas Wunderschönes, was ich mir für alle Menschen wünsche.
Es freut mich sehr, wenn Menschen in den Morgenlicht-Sitzungen mit mir Hilsames erfahren. Es ist schön ihre Dankbarkeit zu spüren und zu spüren wie diese Liebe in den Sitzungen heilsam am Werk
ist. Und sie ist so unsagbar weise und liebevoll, dass ich auch immer wieder berührt und dankbar bin daran teilhaben zu dürfen. Wenn du Interesse an einer Morgenlicht-Sitzung mit mir hast,
schaue gerne hier.
Was ist das Wichtigste in deinem Leben?
Ich würde mich sehr freuen von dir zu hören.
Alle Liebe für dich,

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Bettina (Samstag, 09 Mai 2026)
Liebe Stefanie,
das ist eine wunderschöne Frage! Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, meist nicht sagen zu wollen „Ich weiß es nicht“, sondern eher „Ich verstehe es nicht“. Mittlerweile glaube ich, dass das Ziel weniger darin liegt, es zu verstehen, sondern das Vertrauen dazu zu entwickeln.
Vor langer Zeit war ich in Schweden alleine wandern und habe in einer offenen Schutzhütte übernachtet, ohne irgendwelche Menschen um mich herum. Am nächsten Morgen habe ich ein Hüttenbuch gefunden, in das jemand, auf Deutsch, ein Gedicht von R.M. Rilke geschrieben hatte. Und das hat so mein Herz berührt, dass ich es mit kalten Fingern abgeschrieben und während der restlichen Tour auswendig gelernt habe.
Es ist wunderschön und vielleicht eine Antwort auf deine Frage:
„Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
die sich um die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm
und ich kreise ein Leben lang.
Und ich weiß noch nicht - bin ich Falke, ein Sturm,
oder ein großer Gesang …“
Ich bin da gelaufen und gelaufen und gelaufen, und habe immer gedacht „Der letzte Ring? Ist das vielleicht gleichbedeutend mit „…wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?“
Und habe dann gedacht, dass es gar nicht darauf ankommt, das zu schaffen, sondern dass allein das Versuchen schon ein Ziel ist, auch das Aushalten des Zweifels vielleicht.
Und die Zeilen „und ich weiß noch nicht - bin ich Falke, ein Sturm, oder ein großer Gesang…“, die sind mit vom Schönsten, was ich in meinem Leben gelesen habe.
Stefanie (Montag, 11 Mai 2026 16:31)
Hallo liebe Bettina,
das ist schön von dir zu lesen und danke, dass du deine Gedanken und dein schönes Schwedenerlebnis beschreibst. So schön, wie das Gedicht seinen Weg zu dir gefunden hat und dich immer noch begleitet. Das ist wirklich berührend.
Ja, „Gottes Angesicht zu schauen“, das finde ich auf jeden Fall eine schöne Ausrichtung. Da ruft es meinen Blick auch hin und ich habe oft das Gefühl, dass da auch die Einladung ist, dass es sich uns bereits heute und hier, auf die ein oder andere Weise, zeigen möchte. Dass wir in dem Sinne nichts „schaffen“ müssen, sondern es vielleicht reicht, dass wir uns einfach immer wieder rufen lassen. Das kam mir gerade so in den Sinn...
Das freut mich, was die Frage in dir alles wach gerufen hat.
Alles Liebe für dich,
Stefanie