Ein Funke Hoffnung in der Einsamkeit

Kennst du Momente in denen du dich einsam und allein gefühlt hast? Oder geht es dir vielleicht gerade so? Ich glaube viele Menschen kennen diese Empfindungen, die nicht besonders angenehm sind und ich habe viel Mitgefühl mit diesen Bereichen in uns. Wenn du möchtest, lass uns gemeinsam einen zarten Lichtschein in die einsamen Ecken strahlen, der vielleicht auch einen Funken von neuer Verbundenheit entstehen lassen kann...

Einsamkeit - Ein Same für etwas Neues

Neulich musste ich an eine Zeit aus meiner Jugend denken, in der ich mich sehr allein gefühlt habe. Ich habe die Jugendliche gesehen, die Abends alleine durch die Straßen läuft und hofft und hofft, dass irgendjemand Liebevolles sie findet und sich um sie kümmert. Ich habe ihre Einsamkeit wahrgenommen, ihren Schmerz und ihre Traurigkeit gespürt. Und gleichzeitig habe ich gemerkt, wie anders es mir jetzt geht und vie viele verschiedene Bahnen von Verbundenheit in der Zwischenzeit in mir gewachsen sind. Ich habe gemerkt, dass ein zarter Faden von Damals ins Heute wächst und dass sie Stück für Stück entdeckt, was sie damals vermisst hat.

Kennst du einsame Ecken in dir?

 

 

So war es icht gedacht....

Die einsamen Ecken in uns können sich verlassen, abgetrennt, hoffnungslos und taub anfühlen, vielleicht auch wütend und traurig.

Wenn ich in die Liebe hineinspüre, aus der wir Menschen entsprungen sind, glaube ich nicht, dass es der Plan war, dass wir einmal so einsam sind. Ich glaube vielmehr, dass die Liebe Gottes, die sich ja durch alles mögliche ausdrücken kann, überall mit uns sein wollte. Und diese Liebe arbeitet Stück für Stück daran weiter Brücken in unsere Einsamkeit zu bauen. Sie lässt nicht locker und gibt nicht auf - sie gibt uns nicht auf. 

 

Ich finde das immer wieder berührend, wenn ich in mir oder auch in den Menschen, die ich in meinen Sitzungen begleite merke, wie diese Brücken ganz behutsam wachsen. Es ist so berührend, wenn Bereiche in uns auftauchen, die die Hoffnung vielleicht schon ganz aufgegeben haben, die sich ihr Leben lang übersehen gefühlt haben. Alleine dadurch, dass wir beginnen sie wahrzunehmen, beginnt ein zarter Neuanfang.

 

Das ist für mich jedes Mal wie ein Wunder.

 

 

Alleinsein auf der Erde

Manchmal kommt es mir so vor, dass wir uns auch auf seelische Weise einsam fühlen können. In uns gibt es einsame Flecken, doch auch wenn wir uns umschauen, fehlt da an so vielen Stellen etwas Liebevolles. Diese Erfahrung kann auch für unsere Seele schmerzlich sein, denn wir spüren, dass es da wo wir herkamen schöner war und haben Sehnsucht danach. Auch für unseren Körper ist das nicht leicht. Wenn wir als Baby auf der Erde ankommen und erwarten in die Arme von einer liebevollen Mama und einem liebevolleb Papa geboren zu werden... und dann merken wir, dass da etwas fehlt, das ist sehr schmerzlich. Vielleicht fehlt Wärme, vielleicht Zeit und Geborgenheit, vielleicht Halt, vielleicht dass wir erkannt und gesehen werden, vielleicht fehlt ein liebevoller Wachstumsraum... schon Babys können sich sehr einsam und unverstanden fühlen... aber auch das Baby in uns können wir erreichen und auch dort darf wachsen, was schon immer wachsen wollte. Stück für Stück und alles zu seiner Zeit.

 

Wir gehen auf Weihnachten zu und das Jesusbaby ist mit all seiner Liebe zu uns auf die Erde gekommen. Gott hat uns nicht allein gelassen und er arbeitet Tag und Nacht voller Hingabe daran, dass wir abgeholt werden wo wir sind. In unserer Einsamkeit, in unserem Schmerz, in unserer Verlassenheit und unserer Taubheit. Das Licht möchte auch in unserer Dunkelheit leuchten und wir dürfen uns Stück für Stück dafür öffnen und seine Wärme annehmen. Auch wenn wir es nicht fühlen können, auch wenn wir tausend Fragezeichen haben, ein klitzekleines "Ja" von uns reicht. 

 

Alles Liebe für dich

Kommentar schreiben

Kommentare: 0